Arbeiten von zuhause aus – mit diesen Tipps steigerst du deine Produktivität

Arbeiten von zuhause aus – mit diesen Tipps steigerst du deine Produktivität
Beitrag von Hebinet, 30.04.2020

Arbeiten von zuhause aus – so steigerst du deine Produktivität

Ob angestellte im Homeoffice, Freelancer oder EPU, das Arbeiten von zuhause aus kann nicht nur in vielen Bereichen sinnvoll sein, sondern gewinnt auch immer mehr an Popularität. Nicht nur die gewonnene Fahrzeit die für den Weg zum Büro und wieder nachhause entfällt, sondern auch die hohe Flexibilität sprechen dafür, die eigenen vier Wände als Arbeitsplatz zu nutzen. 

So verlockend es auch klingt von zuhause aus zu arbeiten, ohne den richtigen Vorbereitungen und Regeln kann es durchaus passieren, dass die Produktivität sinkt und das Arbeitspensum dadurch insgesamt steigt. Da ich als Webentwickler bereits über 10 Jahre Erfahrung mit mobilen Arbeitsplätzen und Home-Office habe, möchte ich euch einige Erfahrungen und Tipps geben, die mir dabei geholfen haben mein Heim zum Büro zu machen.

COVID19 als Chance für Veränderungen deiner Arbeitsweise

Speziell die aufgrund von COVID19 gesetzten Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen oder Geschäftsschließungen haben Arbeitnehmer als auch Selbstständige weiter in die Lage gebracht ihre Arbeit von zuhause aus zu verrichten. Dass dies in vielen Bereichen auch ganz gut funktioniert, könnte zukünftig durchaus für eine Trendwende sorgen. Auch wenn Österreich in Europa zu den Vorreitern zählt, zeigt eine Statistik zum Thema Homeoffice unter Arbeitnehmern, dass hier durchaus noch Potenzial verborgen liegt. 

So verbreitet ist Home Office in Europa - Hebinet

Österreich liegt bei der Verbreitung von Homeoffice unter Arbeitnehmern auf Platz drei innerhalb Europas. Nur die Niederlande und Finnland liegen hier vor uns.

Bei den EPUs, wie aus einer Studie der KMU Forschung Austria hervorgeht, zeigt sich, dass knapp 50 Prozent der Selbstständigen von zuhause aus arbeiten.

Damit ist klar, dass dieses Thema viele Personen aus unterschiedlichsten Branchen beschäftigt und zukünftig weiter beschäftigen wird. Sehen wir uns an, was deiner Produktivität im Weg stehen kann und wie du diese Hürden beseitigen kannst. 

Wie Home-Office definitiv nicht funktioniert!

Etwas überspitzt, aber vermutlich haben viele, die bereits mit dem Arbeiten in den eigenen vier Wänden Erfahrung haben, einen ähnlichen Tagesablauf erlebt: 

Den Wecker stellen wir erstmal eine halbe Stunde später, denn wir sparen uns ja den Arbeitsweg ohnehin. Nachdem wir uns gemütlich einen Kaffee gemacht haben, mit dem wir uns direkt auf die Couch setzen, klappen wir schön langsam das Notebook auf und beginnen im Pyjama zu arbeiten – uns sieht ja schließlich keiner. 

Während wir so arbeiten läutet das Telefon. Nachdem ein Freund heute Urlaub hat und sich dachte, du bist ohnehin zuhause, ruft er dich mal um etwas zu quatschen. Eine Stunde später ist auch das erledigt und nach etwas Arbeit wird es langsam Zeit etwas zu essen – könnte man eigentlich auch gleich neben dem PC machen, dabei kann man die Mails im Blick behalten, oder? Im Anschluss vielleicht noch ein Anruf der Partnerin, ob man mal eben Milch besorgen kann und wenn man schon die Arbeit unterbricht, kann man auch gleich etwas Staubsaugen – dieses Staubfussel sticht dir sowieso schon den ganzen Tag ins Auge.

Ich möchte es mal das perfekte Beispiel dafür nennen, wie es absolut nicht funktioniert. Auch wenn du von zuhause aus arbeitest braucht es klare Regeln, um deine Sachen erledigt zu bekommen. Hier sind meine Favoriten zur Organisation deines Home-Office.

Meine 6 Tipps für mehr Produktivität beim Arbeiten von zuhause

#1 Führe ordentliche Routinen ein

Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und speziell, wenn es darum geht produktiv zu sein, gilt es geordnete Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen man sich bestens auf seine Aufgaben konzentrieren kann. Diese Routinen können ganz unterschiedliche Bereiche betreffen, die teilweise vielleicht wirklich seltsam klingen, aber durchaus eine Atmosphäre schaffen, in der du effektiv arbeiten kannst. 

Kleide dich für den Arbeitstag, denn die Jogginghose mag zwar bequem sein, doch erinnert dich ihr Anblick bestimmt nicht an deine Aufgaben. In Schuhen und Hemd, wirst du vermutlich eher nicht nebenbei beginnen unter der Couch Staub zu saugen. Daher: Fernseher aus und Social Media Tabs schließen, räume alle Dinge vom Schreibtisch, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Alles rund um dich muss dir vermitteln: „Jetzt ist Arbeitszeit“. 

Hast du einen eigenen Arbeitsraum, fällt dir das vermutlich leichter, doch auch ohne eigenes Büro, kannst du dir mit dem ein oder anderen Trick selbst signalisieren, dass Arbeit angesagt ist.

#2 Home-Office einrichten - finde den passenden Arbeitsbereich

Wer ein eigenes Büro hat, ist natürlich klar im Vorteil. Dort solltest du dich auch wirklich nur aufhalten, wenn du arbeitest und nicht etwa um abends Filme zu schauen. Etwas kniffliger wird es, wenn du keinen eigenen Raum für dich hast. In diesem Fall reicht es oft schon, den Tisch während der Arbeitszeit anders auszurichten, einen eignen Stuhl dafür zu besorgen. Achte auf gutes Licht und frische Luft sowie möglichst wenig Ablenkung und Haushaltszeug in deinem Blickfeld. Je mehr es nach Arbeit aussieht, desto eher fühlt es sich wie Arbeit an.

#3 Stelle klare Regeln für dich und andere auf

Der Staubsauger ist jedoch längst nicht die einzige Ablenkung. Speziell für Selbstständige ist es oft schwer Freunden und Bekannten zu vermitteln, dass man nicht ständig verfügbar ist, nur weil man von zuhause arbeitet. Versuche klare Grenzen zu ziehen, auch mal „nein“ zu sagen und mach in deinem Umfeld klar, dass Home-Office tatsächlich auch „arbeiten“ bedeutet. 

Auch solltest du unbedingt regelmäßige Pausen einhalten. Stündliche Bildschirmpausen und eine „echte“ Mittagspause bewirken auch, dass du deine Arbeit nicht leichtfertig unterbrichst um, was auch immer mal eben zu erledigen - nutze deine Pausen dafür.

#4 Vermeide Ablenkungen

Natürlich gibt es auch zuhause viel zu tun und plötzlich erscheinen Hausarbeiten wie eine willkommene Pause, die man mal einschiebt. Leider reißen sie dich oft viel zu sehr aus deinem Workflow heraus. Versuche daher stets sämtliche Erledigungen und Sonstiges, das du „nur schnell mal“ machen möchtest außerhalb deiner Arbeitszeit einzuplanen. Apropos „Planen“!

#5 Nutze Workflow Management Tools

Selbstorganisation ist nicht jedermanns Stärke. Das ist auch nicht weiter schlimm, solange man sich das auch eingestehen kann und dagegen vorgeht. Du kannst beispielsweise die letzten oder ersten 15 Minuten deines Arbeitstags dazu nutzen den bevorstehenden Arbeitstag grob zu planen. Dafür gibt es bereits zahlreiche Tools, die meist cloudbasierend sind und sich daher auch perfekt für Unterwegs eignen. Hier nur eine kleine Auswahl der weit verbreitetsten Werkzeuge am Markt.

  • Trello, in der Basic-Version sogar kostenlos
  • Jira, Für 10 Benutzer kostenlos in der Basic-Version
  • Monday, ab 39 € / Monat
  • GetFlow, Ab 6 € / Monat
  • Intervalls, ab 29 € / Monat
  • GitLab, speziell für SW-Entwickler geeignet (Basic Plan kostenlos)

Formuliere Aufgabenpakete, die du abarbeiten möchtest und weise ihnen Deadlines und weitere Bearbeiter zu. Auch erfassen einige Tools sehr gut die Zeit, die du pro Arbeitspaket aufbringst, was sich perfekt für Verrechnung an Kunden oder Zeiterfassung anbietet. Mit Statistiken und Auswertungen erhältst du dann einen Überblick über deinen erzielten Fortschritt und kannst deine Produktivität damit gut einschätzen. 

Auch wenn es sich zu Beginn wie Mehraufwand anfühlt, es hilft dir unheimlich in der Planung und Bewältigung deiner To Dos und lässt dich die wesentlichen Aufgaben stets im Auge behalten. 

#6 Achte auf deine Work-Life-Balance

Last but not least, möchte ich auch betonen, wie wichtig es besonders beim Arbeiten von zuhause aus ist, auf deine Work-Life Balance zu achten. Wenn die Grenzen zwischen Arbeitsbereich und Ruhebereich verschwimmen, muss man diese klar nachziehen. Viel zu leicht fällt einem beim Serien schauen doch noch eine geniale Idee ein, die man dann gleich am Schreibtisch um die Ecke in die Tat umsetzen möchte. Oder man arbeitet bis spät in die Nacht, weil man sowieso gleich ins Bett kippen kann. 

Tu dir selbst etwas Gutes und:

  • Behalte dein Arbeitspensum im Blick
  • Mache bewusst Pausen
  • Halte freie Tage ein
  • Pflege soziale Kontakte, falls du dazu neigst dich in deinem Office zu verkriechen 

Das Büro im eigenen Haus – deine Chance auf ein Stück mehr Freiheit

Es spielt keine Rolle, ob angestellt oder selbstständig, von zuhause aus zu arbeiten kann dir unter den richtigen Umständen sehr viele Freiheiten bieten. Du gewinnst Zeit die andernfalls für den Weg zum Büro anfallen würde, kannst dir deine Zeit absolut frei einteilen und dein Umfeld komplett frei von Ablenkungen gestalten, was in einem klassischen Büro oft nicht der Fall ist. Diese Freiheit erfordert jedoch auch etwas Selbstdisziplin, um deine Produktivität bestmöglich zu fördern. Schaffe entsprechend einiger meiner Tipps einen Rahmen, der dir ein produktives Arbeiten von zuhause aus ermöglicht und dein Umfeld wird dich dafür beneiden.

Titelbild von Luke Peters, weitere Bilder von Andrew Neel

 

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